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Jazz

Videotipp

Antonio Sanchez & Migration Band

Antonio Sanchez wurde durch den außergewöhnlichen Birdman-Soundtrack einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Am 22. Februar 2013 spielte er zusammen mit seiner Migration Band im Scullers Jazz Club in Boston. Nach einem ausgedehnten Schlagzeugsolo wird das Konzert mit dem Song Medusa eröffnet. Dieser ist auch auf Sanchez’ 2013 erschienenen Soloalbum New Life zu finden. Die darauf folgende Tour begleitete dieselbe Band mit der er zuvor schon im Studio zusammenarbeitete: John Escreet am Klavier, Matt Brewer am Bass und Dave Binney am Altsaxophon. Zweifellos war die Veröffentlichung des Tonträgers New Life ein Meilenstein für Antonio Sanchez’ Karriere als Bandleader und Komponist. Unter anderem gewann dieser 2014 den deutschen Echo Jazz und erhielt von verschiedenen Fachmagazinen, darunter auch dem renommierten Downbeat Magazine, durchweg positive Bewertungen. Doch nicht nur die Musikkritiker waren begeistert, auch der Modern Drummer Readers Poll würdigte Antonio Sanchez als besten Jazz-Drummer des Jahres 2013.

Unterricht

Afro-Cuban: Merengue

Ab 1930 wurde die Merengue als populäre Tanzform der Dominikanischen Republik bekannt. Unter dem Einfluss des französischen Kolonialimperialismus begannen Musiker, auf dem westlichen Teil der Insel, afrikanische Tänze mit der französischen Menuettform zu kombinieren. Gegen Ende des 18. Jahrhundert entwickelten sich daraus die ersten, frühen Formen der Merengue. Tamboras, Guiras und später, im 20. Jahrhundert, das Akkordeon sind die traditionellen Bestandteile eines Merengue-Ensemble. Mit der zunehmenden Beliebtheit in den städtischen Tanzsalons und auf dem internationalen Musikmarkt wurden Merengue-Gruppen auch durch Piano, Bass, Blechbläser und Saxophone ergänzt. Ab ca. 1950 hat der Merengue-Stil auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, hier besonders in New York City, an Popularität gewonnen und ist bis heute eine weltweit etablierte und beliebte Tanzform. Weiterlesen

Zitat des Monats

Zitat des Monats: Peter Erskine

„We spend thousands of hours learning to play our instrument and trying to get some level of mastery, then after a while you realize it’s not quite the physical sporting event it was when you first started out and you learn to stop wrestling and fighting your instrument […] I tell my students that the whole thing is a lot simpler than you may be prepared to believe. Just play what you’d like to hear next. I think when you put it in that context it demystifies the whole thing.”

– Peter Erskine

Transkriptionen & Analysen

Roy Haynes – If I Should Loose You

Es gibt Schlagzeuger, die in ihren Kreisen höchstes Ansehen genießen und trotzdem nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen als Bandleader und / oder Sideman gerecht werden würde. Ein Musiker genau dieser Kategorie ist Roy Haynes. Das große Ansehen, welches er unter Kollegen genießt, zeigt sich bisweilen auch in folgendem Zitat von Tony Williams, der ihn als direkten Vorgänger von Elvin Jones sieht: „Er hat als Erster ein neues Triolen-Gefühl eingeführt. […] Roys Spiel ist fragmentarischer, er fließt eher über den Rhythmus hinweg.“ John Coltrane sagt: „Elvin ist vom Feeling her eine treibende Kraft, bei Roy ist es eher ein Strömen, ein Sich-Verbreiten.“ (Vgl. MGG / Roy Haynes) Weiterlesen

Transkriptionen & Analysen

Art Blakey – It´s Only a Paper Moon

Schon zu Lebzeiten hatte sich Art Blakey als bleibende Größe unter den Jazzmusikern etabliert. 1919 in Pittsburgh geboren lernte er zuerst Klavier spielen, bevor er in den frühen 1930er Jahren zum Schlagzeug wechselte. Mit Fletcher Hendersons Big Band tourte er erstmals durch die USA. Von 1944-47 war er Mitglied der legendären Billy Eckstine Band, der auch Gene Ammons, Dexter Gordon, Lucky ThompsonWardell Gray, Budd Johnson, Leo Parker, die Trompeter Dizzy Gillespie, Miles Davis, Kenny Dorham, Fats Navarro sowie die Sängerinnen Lena Horne und Sarah Vaughan angehörten. Im Oktober 1945 gelang der Gruppe mit A Cottage for Sale der erste von 28 Hits in den US-Billboard-Charts. Weiterlesen

Videotipp

Vinnie Colaiuta & Zakir Hussain

Vinnie Colaiuta darf man wohl als Tausendsassa unter den amerikanischen Sessionmusikern bezeichnen. Als Schlagzeuger spielt er Jazz-Fusion mit Herbie Hancock ebenso authentisch wie Pop- und R&B-Grooves für Mary J. Blige oder LeAnn Rimes. Seine aktuellen Credits lesen sich wie das Who is Who der internationalen Musikszene und umfassen neben Künstlern wie Andrea Bocelli, Michael Bublé, Brian Wilson und Joe Satriani auch Nathan East, Wayne Krantz, The Beach Boys, Paul McCartneySting, Norah Jones und Jeff Beck. Im Gegensatz zu seiner beeindruckenden Diskographie fällt das bei Youtube verfügbare Videomaterial (verglichen mit dem Output anderer Schlagzeuger) eher gering aus. Umso bemerkenswerter ist das oben stehende Video, welches am 04. Oktober 2015 im SF Jazz Center in San Francisco entstanden ist und das Vinnie Colaiuta gemeinsam mit Zakir HussainDave Holland, Sanjay Divecha, Louiz Banks und Shankar Mahadevan aus einer Perspektive zeigt, aus der man ihn – meines Wissens nach – nur selten zu sehen bekommt.

Biographie

Biographie Manu Katché

Emmanuel “Manu” Katché wurde 1958 in St. Maur des Fossés bei Paris geboren. Mit fünf Jahren erhält er zunächst, auf Wunsch seiner Mutter, Ballettunterricht, bevor er im Alter von sieben Jahren zum Klavier wechselt und mit dreizehn Jahren schließlich zum ersten Mal Schlagzeugunterricht erhält. Bereits zwei Jahre später qualifizierte er sich für eine Ausbildung als klassischer Percussionist am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris. Schallplatten von Künstlern wie Charlie Parker, John Coltrane und Miles Davis aber auch Keith Jarrett und John Abercombie hatten zu dieser Zeit einen großen Einfluß auf den noch jungen Musiker, der sich auch in seiner späteren musikalischen (Solo-) Karriere wiederspiegeln sollte.

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