Transkriptionen & Analysen

James Brown – Soul Pride

James Brown hat es der Fürsprache des Sängers und späteren Mitstreiters Bobby Byrd zu verdanken, dass eine mehrjährige Gefängnisstrafe, wegen bewaffneten Raubüberfalls, zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Teil der Gospelgruppe Flames, der auch Byrd angehörte, hatte er 1956 mit Please Please Please einen ersten Charterfolg. Schon zu dieser Zeit firmierte die Gruppe unter dem Namen James Brown & The Famous Flames, was der Tatsache geschuldet war, dass Stimme, Temperament und Ausstrahlung James Brown zum natürlichen Mittelpunkt des Quintetts hatte werden lassen.

Bis zu Beginn der 1970er Jahre hatte er sich den Status eines internationalen Superstars erarbeitet, ehe er in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts fast ganz von der Bildfläche verschwand (was auch auf die amerikanische Steuerbehörde zurück zu führen ist, die ihm Steuerhinterziehung in beträchtlicher Höhe nachweisen konnte).

Jame Brown2Sein bemerkenswertes Comeback in der Mitte der 1990er Jahre lässt sich vorwiegend durch die nachfolgende Generation an Rap- und Hip-Hop-Musikern erklären, die James Brown nicht nur als Künstler verehrten, sondern auch seinen Songs durch gesampelte Grooves und Breaks zu erneuter Aktualität verhalfen. Unter anderem sind hier Aphex Twin, Kanye West, Jay Z, Dr. Dre, Snoop Dogg, Public Enemy, Massiv Attack, Squarepusher und Fatboy Slim zu nennen.


Ein schönes Beispiel für diese Entwicklung ist der achtzehntaktige Break des Stücks Soul Pride, der die Basis einiger, heute gebräuchlicher, Drum & Bass-Grooves bildet. Lag das Ausgangstempo hier ursprünglich bei ca. 132 b.p.m., so haben es DJs und Producer häufig auf 160-200 b.p.m. beschleunigt. Zu hören beispielsweise bei dem Song Beep Street von Squarepusher.

Soul Pride

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