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Ole Fahnick

Videotipp

Schlagzeugsolo von Papa Jo Jones

Jonathan David Samuel Jones, besser bekannt als „Papa“ Jo Jones, ist zweifellos einer der Pioniere unter den frühen Jazzschlagzeugern. Mit seinem Stil, seiner Technik, Dynamik und Kreativität beeinflusste er Kollegen wie Buddy Rich, Kenny Clarke, Roy Haynes oder Max Roach und Louis Bellson. 1964 wurde das oben stehende Video für das BBC Format Jazz 625 in London aufgezeichnet. Jones Set-Up bestand hier aus Snaredrum, Bassdrum, einer Hänge-Tom, zwei Stand-Toms, der Hi-Hat und einem Ride-Becken. Voraus geht dem Schlagzeugsolo das Stück Caravan von Duke Ellington und Juan Tizol, mit Coleman Hawkins am Tenorsaxophon. Die folgenden Attribute beschreiben das Solo von Jo Jones am ehesten: musikalisch innovativ, treibend, charakterstark und zu keiner Zeit aufdringlich. Auch deshalb ist er vielen Musikern zusammen mit Count Basie, Walter Page und Freddie Green als All-American Rhythm Section in Erinnerung geblieben. Weiterhin arbeitete Jones auch als Schlagzeuger für Illinois Jacquet, Lester Young, Billie Holiday, Teddy Wilson, Lionel Hampton, Benny Goodman, Ray Bryant, Milt Buckner, Coleman Hawkins sowie für sein eigenes Trio und Sextett. Im August 1985 wurde er in die International Jazz Hall of Fame in Kansas City, Missouri, aufgenommen. Jo Jones verstarb, nur zwei Wochen später, am 03. September im Alter von 74 Jahren.

Transkriptionen & Analysen

Steve Jordan & John Mayer Live

Am 15. Januar 2005 trat John Mayer zusammen mit dem Bassisten Pino Palladino und Schlagzeuger Steve Jordan anlässlich eines Benefizkonzertes für die Opfer der schweren Erdbeben im indischen Ozean, die sich im Dezember 2004 ereigneten, auf. Zugleich ist dieses Datum der Ausgangspunkt für die Gründung des John Mayer Trios, das im September / Oktober des gleichen Jahres auf Tour in Nordamerika ging.

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Videotipp

Thomas Lang und Paul Gilbert 2016

Am 27. Mai 2016 veröffentlichte Paul Gilbert sein aktuelles Studioalbum mit dem Titel I Can Destroy. Unmittelbar daran schloss sich eine weltweite Promotion-Tour an, die neben Nordamerika auch nach Europa und Asien führte. Im Gegensatz zum Album, das neben Freddie Nelson und Tony Spinner (beide Gitarre und Gesang) auch Kevin Chown (Bass) und Thomas Lang (Schlagzeug) als Musiker nennt, fiel das Line-Up der Live-Band wesentlich reduzierter aus: Zusammen mit Pete Griffin am Bass und Schlagzeuger Thomas Lang war Paul Gilbert als Trio unterwegs. Genau in dieser Besetzung ist am 24. Oktober 2016 das oben stehende Video entstanden. Es zeigt neben einem beeindruckenden Schlagzeugsolo auch den Song Technical Difficulties von Gilberts früherer Band Racer X. Insgesamt ist die Bild- und Tonqualität des, fast zehn Minuten dauernden, Videos überraschend gut, obwohl direkt aus dem Zuschauerraum gefilmt wurde.

Transkriptionen & Analysen

James Brown – Soul Pride

James Brown hat es der Fürsprache des Sängers und späteren Mitstreiters Bobby Byrd zu verdanken, dass eine mehrjährige Gefängnisstrafe, wegen bewaffneten Raubüberfalls, zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Teil der Gospelgruppe Flames, der auch Byrd angehörte, hatte er 1956 mit Please Please Please einen ersten Charterfolg. Schon zu dieser Zeit firmierte die Gruppe unter dem Namen James Brown & The Famous Flames, was der Tatsache geschuldet war, dass Stimme, Temperament und Ausstrahlung James Brown zum natürlichen Mittelpunkt des Quintetts hatte werden lassen.

Bis zu Beginn der 1970er Jahre hatte er sich den Status eines internationalen Superstars erarbeitet, ehe er in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts fast ganz von der Bildfläche verschwand (was auch auf die amerikanische Steuerbehörde zurück zu führen ist, die ihm Steuerhinterziehung in beträchtlicher Höhe nachweisen konnte). Weiterlesen

Transkriptionen & Analysen

stOrk – Changing Lanes

2010 gründeten der ehemalige Korn-Tourgitarrist Shane Gibson und Schlagzeuger Thomas Lang die Progressive-Metal-Supergroup stOrk. Am 11. Januar 2011 wurde das Debutalbum der Band über das Label MUSO Entertainment veröffentlicht. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Song Changing Lanes und stellt dir im weiteren Verlauf die komplette Transkription kostenlos zur Verfügung. Weiterlesen

Videotipp

John JR Robinson – DW Factory Tour

Im Rahmen der DW Factory Tour in Oxnard / Kalifornien trommelte John JR Robinson zum Playback des Songs Change The World von Eric Clapton. Die Perspektive des Videos lässt vermuten, dass es wohl von einem der dort anwesenden Zuschauer aufgenommen wurde. Bereits am 07. Juli 1996 wurde der, von Babyface produzierte, Song als Single zum Soundtrack des Films Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr veröffentlicht. Im darauffolgenden Jahr gewann das Stück drei Grammys in den Kategorien Song des Jahres, Single des Jahres sowie Beste männliche Gesangsdarbietung – Pop. Zu einem guten Teil ist dieser Erfolg auch Schlagzeuger John JR Robinson zuzuschreiben, der in der Vergangenheit mit Künstlern wie dem Jazz-Sänger Michael Bublé ebenso zusammengearbeitet hat wie mit Michael Jackson, Céline Dion oder Lionel Richie. Außerdem war er an Soundtracks von Blockbustern wie Independence Day, Fluch der Karibik – Dead Man’s Chest oder Rush Hour 2 beteiligt. Als Solokünstler hat er in den Jahren 2004 und 2010 mit Funkshui und Platinum zwei sehr interessante, kommerziell aber weniger erfolgreiche, Solo-Alben veröffentlicht. Neben seinem außergewöhnlichen Gespür für Musik und Grooves ist es auch auf seine langjährige Karriere als Musiker zurückzuführen, dass er heute als “the most recorded drummer in history” gilt.

Workshops

Anwendung des Paradiddles V

In diesem Workshop wird der Single Paradiddle in Gruppen zu drei Schlägen pro Viertelnote unterteilt, um den Notenwert so von Sechzehntelnoten hin zu Triolen zu verändern. Dadurch verlängert sich das Pattern jedoch um das dreifache, sodass insgesamt zwei Takte nötig sind um zum Ausgangspunkt der Figur zurückzukehren.

Single Paradiddle:

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