Monthly Archives

Juni 2016

Unterricht

Notenbaum

Notenwerte erfüllen die Aufgabe einen bestimmten Zeitraum, in dem ein Rhythmus gespielt wird, in kleinere Sinnabschnitte zu unterteilen. Während ein Takt die räumliche und zeitliche Struktur eines Musikstückes festlegt, definieren die Notenwerte die räumliche und zeitliche Struktur eines Taktes. Das Verhältnis der Notenwerte untereinander wird im sogenannten Notenbaum visualisiert. Weiterlesen

Videotipp

Carlo Rizzo: Tamburello Multitimbrico

Nur wenige Musiker haben sich als Tambourin-Spieler einen solchen Namen gemacht wie der, 1955 in Venedig geborene, Bildhauer, Maler und Musiker Carlo Rizzo. Auf Sizilien wurde er auf das Instrument im Alter von 24 Jahren zum ersten Mal aufmerksam. Sein erster Lehrer war ein Schäfer, der das Tambourin ausschließlich in einem traditionellen, folkloristischen Kontext verwendete.

Ab 1981 begann Rizzo mit dem Tambourin auch in anderen musikalischen Kontexten zu experimentieren und öffnete sich ebenso der zeitgenössischen Musik wie dem Jazz. In den kommenden Jahren entwickelte er das sogenannte polytonale Tambourin, das gegenüber seinem Vorgänger eine ganze Reihe von Verbesserungen und klanglichen Manipulationsmöglichkeiten aufweist. Um die Abhängigkeit des Instrumentes von Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu minimieren, wurde es mit einem Trommelfell aus Kunststoff bespannt, das hölzerne Schrauben am Rahmen fixierten. Weitere Verbesserungen sind ein Zugriffssystem für die Schellen, die entweder direkt angeschlagen oder blockiert werden können, sowie ein Metall-Bügel, der den Klang einer Snaredrum imitiert. Mit Hilfe des Spannungshebels ist es möglich die Tonhöhe des Instrumentes beliebig zu verändern. All diese Funktionen kann der Spieler entweder einzeln oder auch gemeinsam einsetzen. Aus dem polytonalen Tambourin entwickelte sich im folgenden das multitonale Tambourin, dem eine asymmetrische Fellspannung zugrunde liegt. Der beeindruckende Tonumfang von ingesamt zwei Oktaven spiegelt sich auch auf den zahlreichen CD-Einspielungen wieder, an denen Carlo Rizzo in der Vergangenheit beteiligt war.

Unterricht

Afro-Cuban: Mozambique

Zu Beginn der 1960er Jahre experimentierte Pello el Afrokán (bürgerlicher Name: Pedro Izquiero) in Havanna mit verschiedenen kubanischen und afrikanischen Rhythmen wie Abakwa, Yoruba, Congo, Carabali und Jiribilla. Er gilt bis heute als der Begründer des kubanischen Mozambique. Obwohl die Vermutung nahe liegt, steht der Name in keinem Zusammenhang zu dem afrikanischen Staat Mosambik oder einer aus dieser Region stammenden traditionellen Musik. Weiterlesen