Monthly Archives

Mai 2016

Videotipp

Marco Minnemann PASIC 2000

Es gibt nur wenige Schlagzeuger, die als Solokünstler und Session-Musiker gleichermaßen erfolgreich sind und noch dazu auf einen derartig umfangreichen Schaffensoutput zurückblicken können wie Marco Minnemann. Neben seiner Arbeit mit den Freaky Fukin’ Weirdoz, Paul Gilbert, Eddie Jobson, Steven Wilson, Kreator, Necrophagist und Joe Satriani hat er mittlerweile auch 12 Soloalben veröffentlicht und ist zudem festes Mitglied der Neo-Progressive-Rock- / Jazz-Fusion-Formation The Aristocrats. Größere Aufmerksamkeit unter Schlagzeugern erlangte er erstmals 2003 durch die, bei Warner Brother Music erschienene, DVD Extreme Drumming, auf der er sein Extreme-Interdependence-Konzept erläutert. Marco Minnemann ist bekannt dafür, dass er sich gerne intellektuell anspruchsvollem Drumming widmet, dessen Virtuosität zu keiner Zeit Selbstzweck ist. Sein Solo-Auftritt bei der PASIC im Jahr 2000 ist von gleichermaßen virtuosem wie musikalischem Schlagzeugspiel geprägt, das dem Hörer neue und äußerst spannende rhythmische Horizonte eröffnet.

Unterricht

Afro-Cuban: Rumba

Vermutlich ist die Rumba um 1860 in den städtischen Arbeitervierteln Kubas entstanden. Schwarze Sklaven und weiße Arbeiter kamen hier auf den Straßen zusammen, um gemeinsam zu singen und zu tanzen. Tänze wie Garabato, Makuta, Palo und Yuka gelten als Vorläufer der Rumba, die bis heute in Kuba gepflegt werden. Nach der kubanischen Revolution im Jahr 1959 sah sich die Rumba staatlichen Reglementierungen unterworfen. Das Kultusministerium subventionierte professionelle Tanzschulen sowie Räumlichkeiten für Proben und Aufführungen von Tanz- und Musikensembles, um mit gut organisierten Tourneen die Verbreitung der kubanischen Kultur zu fördern.

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Transkriptionen & Analysen

Roy Haynes – If I Should Loose You

Es gibt Schlagzeuger, die in ihren Kreisen höchstes Ansehen genießen und trotzdem nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen als Bandleader und / oder Sideman gerecht werden würde. Ein Musiker genau dieser Kategorie ist Roy Haynes. Das große Ansehen, welches er unter Kollegen genießt, zeigt sich bisweilen auch in folgendem Zitat von Tony Williams, der ihn als direkten Vorgänger von Elvin Jones sieht: „Er hat als Erster ein neues Triolen-Gefühl eingeführt. […] Roys Spiel ist fragmentarischer, er fließt eher über den Rhythmus hinweg.“ John Coltrane sagt: „Elvin ist vom Feeling her eine treibende Kraft, bei Roy ist es eher ein Strömen, ein Sich-Verbreiten.“ (Vgl. MGG / Roy Haynes) Weiterlesen